Hilfe bei der Durchführung einer Großdemonstration in Bonn mit ca. 2500 Mietern und Nutzern aus den neuen Bundesländern. Am 1. Juli wird die neuen Geschäftsstelle in Siegburg, Kaiser-Wilhelm-Platz 9 (Nähe Kreishaus) bezogen.
In Bonn wird der erste gemeinsame Mietspiegel auf einer repräsentativen Basis erstellt (vom Mieterverein bereits in den 70er Jahren gefordert). Es folgen erfolgreiche gerichtliche Auseinandersetzungen über hohe Mietpreisforderungen in der St. Augustiner Ankerstraße. Die Wohnungsnot betroffener Menschen nimmt zu. Zahlreiche Mietwucherverfahren werden vom Mieterverein angeregt, z. B. wegen Tagesmieten von 25 DM pro Nacht und Person in normalen Wohnungen (in Bonn bei ca. 822 Fällen). Der Mieterverein beteiligt sich an einer bundesweiten Aktion gegen Wohnungsnot – z. B. durch öffentliche Übernachtung auf dem Bonner Münsterplatz (Nacht der Wohnungslosen). Preiswerte Wohnungen werden abgerissen (z. B. durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft VEBOWAG). Der Mieterbund initiiert eine Kampagne gegen überteuerte Nutzungsentgelte bei Notunterkünften in Meckenheim. Sie sollen von 6,00 DM pro Quadratmeter auf 17,31 DM pro Quadratmeter steigen. Über diesen Vorfall wird mehrfach im Fernsehen berichtet. Im Oktober startet eine gemeinsame Kampagne mit dem Haus- und Grundeigentümerverein gegen die Entwicklung der kommunalen Gebühren.