Mietrechtsschutzversicherung

Der Mieterverein hat für seine Mitglieder eine Mietrechtsschutzversicherung abgeschlossen.

Rettungsringe

Sie zahlt bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung die notwendigen Kosten bis zu 51.100,00 € je Versicherungsfall für

• die Kosten des eigenen und 
  gegnerischen Anwalts
• die Kosten des Gerichts einschl. 
  evtl. Sachverständigen.
• Gebühren sowie die Vollstreckungskosten.


Wichtig:

Außergerichtlich ist ausschließlich Ihr Rechtsberater beim Mieterverein für Sie zuständig.
Die außergerichtlichen Kosten werden nicht von der Rechtsschutzversicherung abgedeckt.

Wegen des geringen Versicherungsbeitrages hat das Mitglied eine Selbstbeteiligung in der Höhe von 150  für jeden Rechtsstreit, der Kosten verursacht, zu tragen. Dies gilt auch dann, wenn der Prozess zwar gewonnen wird, der Gegner aber kein Geld hat und Sie daher auf den Gebühren für Ihren Anwalt ,,sitzen bleiben".

Die Rechtsschutzversicherung tritt grundsätzlich ein, wenn eine dreimonatige Wartezeit des Mitglieds erfüllt ist. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt des Beitritts. Wichtig ist, dass die Streitigkeit nicht vor dem Beitritt oder während der Wartezeit seine Ursache haben darf.

Versichert ist nur die gerichtliche Wahrnehmung rechtlicher Interessen der versicherten Personen aus Miet- und Pachtverhältnissen in ihrer Eigenschaft als Mieter, Untermieter oder Pächter z. B. wegen ungerechtfertigter Mieterhöhung, Kündigung usw.

Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf die selbstbewohnte Hauptwohnung, die dem Mieterverein angegeben worden ist, einschließlich einer per Mietvertrag mitvermieteten Garage.

Wenn eine neue Wohnung angemietet wird, so wird für diese Wohnung ebenfalls Rechtsschutz erteilt, wenn der Umzug vollzogen ist.

Der Versicherungsschutz umfasst nur Mietstreitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter. Er gilt daher nicht für Streitigkeiten:

  • mit Maklern (z. B. wegen Provision),
  • mit Heizkostenverteilerfirmen (z.B. wegen Ablesung),
  • mit Behörden,
  • mit Mitmietern
  • oder bei gewerblichen Mietverhältnissen.

Soweit der Mieter als Vermieter gegenüber einem Untermieter auftritt, besteht kein Versicherungsschutz.
 

Versicherte Personen

Haben außer dem Vereinsmitglied weitere Personen den Mietvertrag unterzeichnet, sind sie mit versichert. Gehören diese Personen dem Mieterverein nicht gesondert an, wird allerdings die Erhöhungsgebühr gem. § 6 BRAGO nicht vom Versicherungsschutz erfaßt. Diese Zusatzgebühr wird nur übernommen, wenn die prozessierenden Mitmieter Mitglied im Mieterverein mit eigener Beitragspflicht sind.

Bei Wohngemeinschaften können neben einer Mitgliedschaft die anderen Mitglieder der Wohngemeinschaft dann mitversichert werden, wenn sie eine entsprechende Vereinbarung mit dem Mieterverein schließen und die zusätzlichen Rechtschutzversicherungskosten übernehmen .
 

Wenn ein Prozeß droht

Vor jedem Prozeß muß eine außergerichtliche mietrechtliche Beratung der versicherten Personen durch den Mieterverein sowie der ernsthafte Versuch einer außergerichtlichen Erledigung vorausgehen.Wenn Sie diese Regel nicht einhalten, gefährden Sie Ihren Versicherungsschutz!

Bei einer Auseinandersetzung mit dem Vermieter, schalten Sie niemals, ohne Ihren Mieterverein zu befragen, einen Rechtsanwalt ein. Gehen Sie immer zuerst zum Mieterverein und lassen sich dort beraten und außergerichtlich vertreten.

Der Rechtsberater Ihres Mietervereins entscheidet, wann ein Prozeß notwendig ist. Sollte der Vermieter Klage erheben, gehen Sie sofort (wegen der Fristen) zum Mieterverein, um sich über das weitere Vorgehen beraten zu lassen




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