24.01.2012rss_feed

Neue Urteile

Urteile des Amtsgerichts Siegburg und Landgerichts Bonn zur Heizpflicht des Mieters

Nach Auffassung des AG Siegburg entsprechen18 Grad Raumtemperatur noch dem vertragsgemäßen Gebrauch einer Mietwohnung durch den Mieter (Az 112 C 68/10 vom 30. Juni 2011). Aus der von der Rechtsprechung entwickelten  Verpflichtung des Vermieters, eine durchschnittliche Mindesttemperatur von 20 Grad zu gewährleisten, ergebe sich nicht ohne weiteres eine gleichgelagerte Pflicht des Mieters, ergänzt das Landgericht Bonn, das  die Entscheidung des Amtsgerichts inzwischen bestätigt hat  (Az. 6 S 79/11 vom 24.10.2011).

Schimmel und Schwarzer Peter

Bei dem Rechtsstreit, den der Mieterbund für ein Troisdorfer Mitglied führen musste, ging es um Schimmelbefall, wie er  vor allem in der Übergangszeit häufig auftritt. Und ebenso häufig kommt es dann zum Schwarze-Peter-Spiel zwischen Mieter und Vermieter die sich gegenseitig die Schuld zuschieben. Der Mieter macht bauliche Mängel geltend, der Vermieter  behauptet falsches Lüftungs- und Heizverhalten als Ursache. Dann  muss ein Gutachter her, der in diesem Fall  eindeutig auf  bauliche Unzulänglichkeiten erkannte. Der Vermieter machte dagegen die angeblich unzureichende Beheizung und das Aufhängen bodenlanger Vorhänge durch den Mieter geltend. Amts- und Landgericht betonen in ihren Entscheidungen: das dürfe dem Mieter nicht vorgehalten werden, denn dies entspreche noch einer vertragsgemäßen Nutzung der Wohnung.