Der Deutsche Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V. fragt die Kandidat:innen zur Landtagswahl 2022

In Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis nimmt die Zahl mietpreisgebundener Wohnungen kontinuierlich ab, während die Neubauzahlen stagnieren und die Bevölkerung weiter wächst. Die Folgen sind steigende Mieten, enorm wachsende Pendlerströme, die eine zusätzliche Belastung der Umwelt darstellen und eine Verdrängung von Mieter:innen aus Quartieren, die sie schlicht nicht mehr zahlen können. 

Auf diese negativen Entwicklungen und den dringend notwendigen verstärkten Wohnungsbau auf die wir seit Jahren bundesweit über unsere Dachorganisation  Deutscher Mieterbund und regional hingewiesen haben,  müssen politische Antworten gefunden werden.

Gemeinsam mit dem Mieterbund NRW haben wir ein Positionspapier erarbeitet, in dem die Forderungen zu einer Wende in der Wohnungspolitik aufgeführt sind. Das Positionspapier steht als Download bereit. 

In der Landtagswahl am 15. Mai 2022 entscheiden die Wähler:innen also auch darüber, wer diese Fragen in den nächsten fünf Jahren konkret angeht. 

Hier sind die Antworten auf unsere Fragen, die uns die Kandidaten der Parteien geschickt haben. Wir haben dabei den Parteien freigestellt, wer auf die Fragen antwortet.

Getroffen haben wir uns mit den Kandidaten auch zu einem Videostatement, das wir jeweils auf unserem YouTube Mieterbund Bonn hinterlegt haben und auf Instagram gibt es bis zur Wahl Storys der einzelnen Kandidaten und natürlich finden Sie alle Infos auch über unseren Facebook und Twitter Account. 


Wir laden Sie ein, in den kommenden Wochen bis zur Wahl #ltw22 einfach unsere Accounts zu besuchen.
Gehen Sie am 15. Mai 2022 zur Wahl.

 

Hier geht es zu den Links der YouTube Interviews der Kandidat:innen. 
Interview Guido Deus, CDU

Interview Thomas Rauch, Volt

Interview Tim Achtermeyer, Bündnis90/Grüne

Interview Gabriel Kunze, SPD

Interview Hanno von Raußendorf, Die Linke

 

 


Welche Instrumente werden Sie fördern, um dem Mangel von bezahlbarem Wohnraum sowohl im mietpreisgebundenen, aber auch im frei finanzierten Segment zu begegnen?

Wie sehen Sie die Rolle der Wohnungsbaugenossenschaften und wie würden Sie helfen, Hürden bei Neugründungen zu beheben?

Soll das Land aktiv in die Bodenpolitik der Kommunen eingreifen? Sollten landeseigene Grundstücke den kommunalen Wohnungsbau unterstützen?

Welche Notwendigkeiten sehen Sie und welche Vorstellung haben Sie zur Stärkung des rechtlichen Schutzes von Mieterinnen und Mieter? Die aktuelle Landesregierung hat die Mieterschutzverordnungen auf weniger Gebietskörperschaften beschränkt.

Wie wollen Sie den demographischen Megatrends, wie Landflucht, Digitalisierung, Alterung der Gesellschaft, Klimawandel gerecht werden? Welche Rolle sehen Sie dort bei den Förderprogrammen des Landes NRW, unter Berücksichtigung auch folgender Gruppen wie Studenten, Azubis und Wohnungslose.

Werden Sie sich dafür einsetzen, dass das Land NRW mit einer landeseigenen Baugesellschaft aktiv Wohnungen für Landesbedienstete, wie z.B. Polizei anbietet?