18.11.2009rss_feed
Tannenbusch Muell

Tannenbusch Muell

18.11.2009 Müll in Tannenbusch

In Bonn-Tannenbusch wird zum 31.12.2009 die Müllabsauganlage abgestellt. 

Es ist noch nicht klar, wie in Zukunft eine ordnungsgemäße Müllentsorgung in Tannenbusch stattfinden soll, die auch auf Müllvermeidung und Mülltrennung setzt. Die Deutsche Annington als einer der größten Vermieter in Bonn-Tannenbusch (über 1.000 Wohnungen) plant zurzeit allenfalls das Aufstellen von grauen Tonnen. Gesonderte Müllplätze hierfür sind bisher nicht ausgewiesen. Es muss davon ausgegangen werden, dass es zu Fremdbeladungen kommt, zumal die Wohnanlagen in unmittelbarer Nähe des Tannenbuscher Einkaufszentrums liegen. Ordnungsgemäße Müllplätze müssen umzäunt, abschließbar und möglichst kleinteilig zugeordnet werden, d.h. nur eine kleine Gruppe von Mietern soll jeweils einen Zugang zu ihren Müllplätzen haben, damit diese Gruppe auch sparen kann.


Mieterbund erfgreift Initiative

Der Deutsche Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V. hat jetzt an die verantwortlichen Vermieter in diesem Stadtteil appelliert, dafür Sorge zu tragen, dass tatsächlich ordnungsgemäße Müllplätze errichtet werden, die auch städtebaulichen und ästhetischen Anforderungen entsprechen.

Darüber hinaus schlägt der Deutsche Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V. vor, dass die ARGE zumindest zeitweise Beschäftigungsverhältnisse für bisher Arbeitslose finanziert, die dabei helfen sollen, dass die Müllkapazität gering bleibt, die unterschiedlichen Müllgefäße ordnungsgemäße befüllt werden und die Umgebung der Müllplätze gesäubert wird. Nur so kann ein Müllchaos in Tannenbusch vermieden werden.

Es ist davon auszugehen, dass nach einer Installierung ordnungsgemäßer Müllplätze die Bewohner auch eine richtige Mülltrennung vornehmen und damit Kosten gesenkt werden können.

Der Deutsche Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V. befürchtet andernfalls eine Explosion der Müllkosten und eine weitere Vernachlässigung des Stadtteils Tannenbusch.

Von hohen Müllkosten ist auch die Stadt Bonn betroffen, da sie für Transferleistungsbezieher (ARGE und Grundsicherung) diese Kosten übernehmen muss. Die Zahl der Transferleistungsbezieher ist in Tannenbusch überdurchschnittlich hoch.

Nach unseren Informationen soll der Finanzierungsansatz der ARGE für Beschäftigungsmaßnahmen keineswegs erschöpft sein, so dass insoweit ein entsprechendes Beschäftigungsprogramm für SGB II-Bezieher durchsetzbar erscheint.